Auf dem Weg in die Zukunft der Mobilität und der Energie : Der «kitty-awk»-Effekt der Mobilität
Doch nur wenige sahen zu Beginn des 20. Jahrhunderts diese sich anbahnende Revolution kommen. Damals ging der Flug der Gebrüder Wright nur etwa 50 Meter weit. Die Beobachter konnten sich nicht vorstellen, wie es möglich sein sollte, von Stadt zu Stadt zu fliegen, wo man doch alle fünfzehn Sekunden zwischenlanden muss. Bob Clarebrough nennt dieses Phänomen in einem in The Space Review veröffentlichten Artikel 2006 den «Kitty Hawk effect». Nach seiner Ansicht wird in jenem Moment das Unmögliche Realität. Vor der Meisterleistung der Gebrüder Wright dachten Mathematiker, es bräuchte mindestens eine Million Jahre bis zu diesem ersten Flug. Sie brauchten nur drei.
Auch die Automobilindustrie kannte ihren «Kitty Hawk effect». 2015 hat in den Strassen von Austin in Texas der erste nicht-sehende Mensch, Steve Mahan, eine Fahrt auf den öffentlichen Strassen ohne menschliche Interaktion absolviert. Das Auto nennt sich Firefly. Sie ist das Ergebnis der Tochterfirma Google Self-Driving Car des kalifornischen Giganten Alphabet, der Dachgesellschaft von Google. Auf dieser historischen Fahrt erreichte das Fahrzeug durch eine Kombination von Lidar (einem optischen Abstandsmesser), Radar, Kameras und eines sehr leistungsfähigen IT-Systems eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Die Firma, mittlerweile zu Waymo geworden, hat in den letzten Jahren weitere Tests in der Stadt Phoenix im Bundesstaat Arizona absolviert. Im Oktober 2020 kündigte sie an, der Allgemeinheit dort eine Flotte autonomer Taxis zur Verfügung stellen zu wollen.
Wird also den selbstfahrenden Fahrzeugen von Google und Tesla die Zukunft gehören? Alexandre Alahi ist davon überzeugt. Der Leiter des Labors VITA (Visual Intelligence for Transportation) ist Experte für die Herausforderungen des autonomen Fahrens in komplexen Umgebungen wie einer Stadt. Er erklärt, dass die Innovationen zunächst einmal darauf zielen, menschliche Fehler zu korrigieren: «Zunächst suchten diese Technologien Antworten auf die Frage: Wie lassen sich Risiken von Unaufmerksamkeit oder Müdigkeit minimieren? Der Mensch kann seine Sinne nicht immer zu 100% nutzen. Die Innovation soll uns also dabei helfen, keine Fehler zu machen.»
Aber die Unterstützung war letztlich nur der erste Schritt: «Nach der Fehlerminimierung sagten sich die Forscher: Warum gehen wir nicht noch einen Schritt weiter und helfen dem Menschen noch mehr, indem wir die Fahrzeuge autonom machen?», erzählt der Experte. «Also erstellte man Algorithmen, die in der Lage sind, Gegenstände zu registrieren, Linien auf der Strasse oder ein andere Fahrzeuge. Von diesem Moment an war das technische Niveau für das automatisierte Fahren auf Autobahnen fortgeschritten genug. Aber in den Städten ist es komplizierter, weil da viel mehr passieren kann.» Dort setzt die Arbeit die Teams von Alexandre Alahi ein. Sein Labor befasst sich mit der Verwendung von künstlicher Intelligenz und Deep Learning, damit ein Roboter im Raum mit einem Menschen koexistieren kann.
Rédaction – Mehdi Atmani – Flypaper Media _ Illustration – Jérôme Viguet – Cartoonbase SÀRL
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Ein Einblick in 20 Jahre Innovation“. Softcom ist 20 Jahre alt geworden und hat sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinandergesetzt, wie sie in den letzten Jahren erlebt wurde. Es ist aber vor allem auch eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung, in der nicht nur die Chancen, sondern auch die Grenzen und Risiken thematisiert werden.
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Wie werden wir uns morgen fortbewegen?
Die Frage der Mobilität ist eine der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Zwar bietet die Technologie in diesem Bereich vielversprechende Lösungen, doch bedeutet dies auch, dass wir unsere Fortbewegung, unsere Gewohnheiten und unseren Energieverbrauch überdenken müssen. Aber wie ? Das einfache Beispiel der Emanzipation der intelligenten Videoüberwachung zeigt das Potenzial, das diese Innovation für die Stadtplanung bietet, um die Entwicklung des Verkehrsangebots zu antizipieren und die Mobilität der Zukunft zu entwickeln.Softcom geht diesen Weg in die Zukunft und unterstützt eine ganze Branche, die sich im Umbruch befindet.
Die Welt der Energie hat sich im letzten Jahrzehnt mehr entwickelt als in einem Jahrhundert.
In Verbindung mit dem starken Aufkommen der Informationstechnologie wird sich diese Dynamik bis 2030-2050 nur noch beschleunigen. Mit der für die Netzwerkindustrien typischen «Top-down»-Architektur ist die Zukunft vorbei an zersplitterten Modellen, , die sich in Clustern von Mikronetzen oder „Microgrids“ artikulieren.Diese neuen Formen der Flexibilität sind die Antwort auf die Herausforderungen bei der Integration der erneuerbaren Produktion; sie werden die Art der Netze, aber auch ihre Nutzung verändern. Mit Softcom wird diese Zukunft in der Schweiz materialisiert.






