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Führt KI zu mehr Nachhaltigkeit oder schadet sie dem Klima?

 

Künstliche Intelligenz (KI) kann Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft auf vielfältige Weise dabei helfen, ökologisch verantwortungsvoll, sozial gerecht und wirtschaftlich erfolgreich zu handeln. Doch trotz aller Chancen, die diese Technologie bietet, stellt sich auch die Frage, ob die KI selbst nachhaltig ist. Experten weisen darauf hin, dass ihre Nutzung einige Probleme verschlimmern könnte. Sollte man angesichts der negativen Auswirkungen nicht auf KI verzichten?

Das ist eine provokante Frage. Aber die Zahlen belegen es. Bestimmte Praktiken wie das Machine Learning – vor allem das Training von Modellen der künstlichen Intelligenz (KI) – sind besonders energieintensiv.Mehrere Studien haben auf den Bedarf an besseren Schätzungen ihres CO2-Fußabdrucks hingewiesen. Laut einer wissenschaftlichen Arbeit, die 2019 auf einem wissenschaftlichen Kongress vorgestellt wurde, kann das Training eines KI-Modells im Bereich der Verarbeitung natürlicher Sprache – z. B. Spracherkennung – zwischen 18 kg CO2-Äquivalent und 284 t CO2-Äquivalent verursachen. Das entspricht einer Autofahrt von 2500 km.

Diese Zahlen sind beeindruckend. Doch bevor wir eine vielversprechende Technologie kritisieren, sollten wir uns daran erinnern, dass KI auch zur Nachhaltigkeit und zum Klima beitragen kann. Dies konkretisiert sich besonders in der Politik der “Smart Cities”.Smart Cities sind ganzheitlich und integriert konzipiert und nutzen Infrastrukturen und Dienstleistungen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie und im Allgemeinen für jede Form von innovativen Technologien. Diese smart Systeme in Smart Cities kombinieren Datenerfassung, intelligentes Management,prädiktive Kontrolle und machine Learning. Sie ermöglichen eine optimale Verwaltung von Ressourcen und Verbrauch in Echtzeit. Wohnung, Mobilität, Abfallentsorgung, Stromverbrauch – KI hat diese Fähigkeit, die Bedürfnisse einer Gemeinschaft auf der Ebene eines Viertels oder einer Stadt genau zu kartografieren, um Misssbräuche aufzudecken. Und sie somit zu korrigieren. Zum Wohle der Umwelt.

In einer Zeit, in der der Klimawandel jeden Einzelnen zwingt, seine Lebens- und Konsumgewohnheiten zu überdenken, bekräftigen auch die Unternehmen ihre Politik der sozialen und ökologischen Verantwortung, wobei das erste Ziel die systematische Berücksichtigung der Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung in ihrer Strategie ist. Um ihnen dabei zu helfen, können sie sich unter anderem auf neue Technologien und ihre eigenen Daten verlassen – vorausgesetzt, sie können und wissen, wie sie diese Daten nutzen.

Nur hat die Digitalisierung der Unternehmen zu einer Vervielfachung der Daten geführt, die einem echten Paradoxon unterliegen: Einerseits stellen sie einen Leistungshebel dar, andererseits ist die Verwaltung ihres Volumens eine echte Herausforderung. Werden sie schlecht verwaltet, haben sie direkte Auswirkungen auf die Leistung des Unternehmens und seine Geschäftsprozesse.Diese können unter Unterbrechungen und Fehlfunktionen erleiden, die mit ‘traditionellen’ Methoden leider nicht erkannt, geschweige denn korrigiert werden können. Diese Vorfälle können in einer Supply chain zu unnötigem Ressourcenverbrauch, indirekten Kostensteigerungen und CO2-Emissionen führen.

Prozesse beschreiben alles, was ein Unternehmen tut, von der Produktentwicklung über die Herstellung bis hin zum Vertrieb und der Ausführung von Aufträgen.Nur wenn Unternehmen ihre internen Prozesse gewissenhaft unter Röntgenstrahlen und mithilfe von KI-assistierende Technologien rationalisieren, werden sie in der Lage sein, langfristig nachhaltig zu beteiligen.